Technik - Goldwing Köln

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Technik

Bericht  ADAC vom 04.02.2019

Die Motorradsaison – bald geht es los!!!
Die Vorbereitung

Mensch und Motorrad - beide müssen fit sein

Sportarten, die Ausdauer und Schnelligkeit trainieren, schaffen auch auf langen Ausfahrten unter ungünstigen Bedingungen Reserven. Je nach Wetter und Fahrweise: Genug essen, viel trinken (Mineralwasser, Saftschorlen).

Die Technik des Motorrades muss zu 100 % funktionieren: Bremsanlage, Reifen, Feder-Dämpfer-Elemente, Fahrwerklager (Schwingen-, Lenkkopf-, Radlager), Beleuchtungsanlage, Antrieb (z.B. Kette), Motor sollten in optimalen Zustand sein.

Stellen Sie die Bedienungselemente passend ein, dazu zählen Hand- und Fußhebel, Lenker und ggf. Sitzbankhöhe. Eine mögliche Beladung darf die Bedienung des Motorrades nicht behindern oder erschweren.

Optimaler Schutz am ganzen Körper

Zu einem vollständigen Schutz gehören:

·         ECE-Helm
·         Motorradlederhandschuhe
·         Motorradstiefel
·         Nierengurt, ggf. separater Rückenprotektor
·         eine Jacke mit großflächigen Protektoren an Schulter, Ellenbogen/Unterarm, Rücken
·         eine (Leder)Hose mit Protektoren an Hüfte und Knie/Unterschenkel

Tourenfahrer kombinieren gerne Textiljacken und Lederhosen. Endurofahrer bevorzugen zudem Cross-Stiefel. Sie schützen die gefährdeten Unterschenkel und Füße am besten.

Testen Sie zu Beginn jeder Fahrt die Bremsen
Dies gilt besonders nach längerer Standpause der Maschine. Beseitigen Sie eventuelle Mängel sofort. Achten Sie darauf, dass das Abblendlicht beim Fahren immer brennt!
Das Fahren

Aufwärmen

Motorradfahren ist Sport, und Sport braucht eine Aufwärmphase. Fahren Sie sich und das Motorrad deshalb zu jedem Fahrtbeginn "warm". Je seltener Sie fahren, desto länger dauert diese Warmlaufphase.
Selbst wenn das Motorradfahren so wenig verlernt wird wie das Fahrradfahren: Üben Sie die Bewegungs- und Bedienungsabläufe konzentriert und in Ruhe  ein. Auch die Reifen benötigen eine Mindesttemperatur. Bis dahin ist der Grenzbereich tabu.

Erfahrungen sammeln

Jede Fahrt ist das Training für die nächste Fahrt! Bleiben Sie positiv lernfähig. Schätzen Sie Ihr Können und das der anderen jeden Tag auf´s Neue realistisch ein und sammeln Sie ständig und bewusst neue Erfahrungen. Nehmen Sie dabei aber auch Seele und Körper mit, sonst bleibt der Spaß auf der Strecke.

Wie in allen Lebensbereichen werden auch auf dem Motorrad die Fähigkeiten und das Selbstvertrauen vor allem durch ständige bewusste Wahrnehmung und die Anwendung des "Gelernten" verbessert. Dies gilt besonders, wenn nur gelegentlich Motorrad gefahren wird. Als Basis-Ausbildung hilft ein fundiertes Sicherheitstraining. So erfahren Sie, wo die eigenen Schwächen und Grenzen liegen.

Volle Konzentration

Wenn Sie Motorradfahren, fahren Sie nur Motorrad. Lassen Sie keine Ablenkungen und Störungen zu, die Sie davon abhalten.
Zum Fotografieren, Programmieren des Navigationssystems und/oder fürs Studium der Landkarte usw. suchen Sie sich einen Platz, auf dem Sie sicher stehen bleiben können und niemanden stören.

Gesammelte Sitzhaltung

Achten Sie auf eine entspannte und gesammelte Sitzhaltung, besonders wenn es zur Sache geht. Die Füße bleiben (möglichst) immer auf den Fußrasten.
Wer entspannt eine gute Verbindung zu seinem Untersatz hat, muss sich bei schneller Reaktion nicht erst "sortieren", um das Beste aus der Situation herauszuholen.

Auf Signale des Körpers achten

Fahren Sie so zügig, dass Sie immer noch entspannt und ausreichend konzentriert bleiben bzw. bleiben können.
Motorradfahren erfordert Konzentration. Das Konzentrationslevel muss bei höheren Geschwindigkeiten steigen. Auf schwierige Ereignisse können Sie meist nur dann schnell und angemessen reagieren, wenn Sie nicht nur konzentriert, sondern dabei auch weitgehend entspannt sind.

Die Anspannung und die Reaktionen des eigenen Körpers sind ein guter Gradmesser für die körperliche und mentale Beanspruchung beim Fahren. Achten Sie also auf Signale des Körpers. Entspannte Konzentration ermöglicht höhere Ausdauer. Aber auch langsames "Herumschleichen" ohne wirkliche "Anforderungen" können die Konzentration abebben lassen. Machen Sie in solchen Phasen ruhig eine Pause.

Bremsen, Bremsen, Bremsen

Überwinden Sie die Angst vor dem Bremsen, trainieren Sie es bis zum Maximum. Eine Voll- oder Notbremsung mit dem Motorrad in einer kritischen Verkehrssituation gehört zu den schwierigsten Aufgaben, die zur Vermeidung eines meist schweren Unfalles beim ersten Versuch perfekt gelingen muss. Deswegen kann das Bremsen auch aus hohen Geschwindigkeiten

Im Kurvenlabyrinth

Alles im Blick

Trainieren Sie die spezielle Blickführung für Kurvenfahrt:
·         Einlenkpunkt
·         Scheitelpunkt
·         Kurvenausgang
·         weiterer Straßenverlauf

Ganz gleich auf welcher Maschine: Bei zügiger Kurvenfahrt kommt auf dem Motorrad so richtig Freude auf. Für einen flüssigen Ablauf der Fahrt ist die kontinuierliche Blickführung entscheidend. Trainieren Sie deswegen besonders die Konzentration auf das Wichtige, das Sehen und schnelle Verstehen der Gegebenheiten und nehmen Sie bei Unklarheiten konsequent die Geschwindigkeit raus.

Schräglagenwechsel

Überwinden Sie die Angst vor satter Schräglage. Trainieren Sie den schnellen und ausgeprägten Schräglagenwechsel.

Die schräge Kurvenfahrt hat für Motorradfahrer etwas Faszinierendes. Einerseits gilt eine hohe Schräglage als Ausdruck von Verwegenheit, andererseits löst sie bei manchen Bikern ab einem gewissen Level Unbehagen aus.
In schwierigen Situationen wird dann nur ein Teil der physikalischen Möglichkeiten genutzt. Dann werden zu große Kurvenradien gefahren, obwohl kleinere möglich gewesen wären. Viele Biker wissen nicht, dass je nach Maschinentyp und Lenkerbreite bei mittleren und höheren Geschwindigkeiten für einen schnellen Richtungs- und Schräglagenwechsel entschlossene und kräftige Lenkimpulse erforderlich sind.

Mit diesem Thema kann sich der Motorradfahrer hervorragend bei einem Sicherheits- und Rennstreckentraining im sogenannten Kreisel vertraut machen. Das Training sollte nicht dazu führen, dass Sie in öffentlichen Straßenkurven immer auf der letzten Rille fahren. Sonst ist der hinzugewonnene persönliche Handlungsspielraum wieder voll ausgeschöpft und kein Sicherheitsgewinn entstanden.

Zusammenspiel der Komponenten

In Schräglage hält die Physik für den Motorradfahrer einige Überraschungen bereit, die gefährlich werden, wenn Bremsen, Gas und Kupplung bei Schreckreaktionen falsch bedient werden.Wissen und Training kann die Wahrscheinlichkeit der Fehlbedienung reduzieren.Trainieren Sie das Zusammenspiel von Gas, Kupplung, Vorderrad- und Hinterradbremse bei zügiger Kurvenfahrt und in Schräglage.

Den eigenen Fahrstil kennen

Vorrangig bei sportlichen Gruppenfahrten auf anspruchsvollen Kurvenstrecken oder auf Straßen mit hohem Verkehrsaufkommen kann sich eine besondere Gruppendynamik entwickeln, in der die Gangart der Vorausfahrenden sich sukzessive beschleunigt. Wer weiter hinten in der Gruppe fährt, müsste bei dem Versuch, den Anschluss zu halten, über seine und allgemein gültige Grenzen hinausgehen. Wer in dieser Situation rechtzeitig erkennt, wo vernünftige Grenzen liegen, kommt zwar später an, ist aber trotzdem Sieger.

Lassen Sie sich also nicht zu Aktionen provozieren, die nicht zu Ihnen und Ihrem Fahrstil passen. Jeder ist für sich und sein Tun verantwortlich!

Im Flow

Auch wenn das Adrenalin auf anspruchsvoller (Kurven-)Strecke den Körper pusht und Sie in den "Flow" kommen, dürfen Sie nicht alles um sich herum vergessen.

Achten Sie auch auf kleine Fehler, die Ihnen unterlaufen. Bewerten Sie Ihre aktuelle Konzentration und Kondition. Und legen Sie lieber eine Extra-Pause ein.

Situationen durchspielen

Jeder Motorradfahrer kennt diese Situation: Aus dem entspannten Fahren heraus wird die Verkehrs- und Risikosituation schlagartig brenzlig. Meist wird Bremse und Kupplung betätigt und ansonsten nur abgewartet.
Mental trainieren können Sie solche Situationen in der Phantasie. Spielen Sie in vergleichsweise harmlosen Verkehrs- und Fahrsituationen im Geiste durch, welche Möglichkeiten Sie in einer tatsächlich schwierigen Situation gehabt hätten. Geben Sie nicht zu schnell auf.

Greifen Sie in die Trickkiste der Physik

Versuchen Sie, die Fahrphysik des Motorrades zu verstehen und setzen Sie abseits des öffentlichen Verkehrs das neue Verständnis spielerisch um, etwa in einem Motorrad-Sicherheitstraining.

So wie die Physik unliebsame Überraschungen für den Motorradfahrer bereithält, so kann sie auch trick- und segensreich eingesetzt werden. So lässt sich etwa die Hinterradbremse in enger werdenden Kurven geschickt zur Schräglagenkorrektur einsetzen.

Im Verkehrsgetümmel

Der Blick

Die Blickführung zählt zu den wichtigsten "Lenkungsinstrumenten" auf dem Motorrad. Wohin man schaut, dorthin fährt man auch. Außerdem können Gefahren durch einen weitreichenden Blick früher erkannt werden. Vorausschauendes Fahren gibt immer auch eine Gelassenheit im Zeit- und Bewegungsablauf.

Schauen Sie so weit wie möglich nach vorne, ohne die Details direkt vor Ihnen zu übersehen. Lassen Sie sich von Ihrem Blick leiten. Beobachten Sie gut, nutzen Sie alle wichtigen Hinweise im Verkehrsgeschehen und auf der Straße, bleiben Sie im Zweifel misstrauisch.

Höchste Priorität hat Unfallvermeidung

Für Motorradfahrer sollte immer die Unfallvermeidung an erster Stelle stehen. Die Fragen des Vorrechtes und der Fehler eines Anderen spielen eine untergeordnete Rolle. Verzichten Sie deshalb auch auf mögliche Vorrechte. Die Vermeidung von Konflikten und Unfällen hat absoluten Vorrang. Versuchen Sie keine Fahrmanöver mit der Brechstange.

Die Situation scannen

Besonders im dichten Verkehr und bei Gruppenfahrten ist die Position anderer Verkehrsteilnehmer für geplante Fahrmanöver entscheidend. Hier gilt es, Überblick zu bewahren. Überwachen und erahnen Sie so oft und so gut es geht den Verkehr um sich herum, auch wenn kein Spur- und Richtungswechsel ansteht.

Vorstellungskraft

Wenn der Blick auf den nächsten Strecken- und Verkehrsbereich versperrt ist, kann es helfen, sich eine realitätsnahe Vorstellung von dem zu machen, was auf einen zukommen könnte. Die Reaktionszeiten und die Anpassung an die realen Gegebenheiten verkürzen sich damit.

Erwarten Sie stets das Unerwartete. Je weniger Sie sehen, desto wichtiger wird Ihre Vorstellungskraft von möglicherwerweise bevorstehenden Abläufen und Ereignissen.

Sichtbar sein

Machen Sie sich immer so gut sichtbar wie möglich. Bringen Sie sich so zu den anderen Verkehrsteilnehmern in Position, dass Sie auch gesehen werden können. Schalten Sie im Zweifelsfall am Tag auf das Fernlicht um. Auch wechselnde Fahrlinien können die Auffälligkeit erhöhen.

Kontrastreiche Kleidung und Fahrzeuglackierungen sowie Scheinwerferlampen mit erhöhter Lichtausbeute sind in diesem Zusammenhang ebenfalls sinnvoll.

Schnell, entschlossen und berechenbar

Selten werden kritische Verkehrssituationen oder gar Unfälle durch einen einzigen Fehler verursacht. Meist werden die möglichen Folgen dieses Fehlers von den Beteiligten falsch eingeschätzt. Umso wichtiger ist es, eigene und fremde Fehler möglichst schnell zu erkennen und sofort entschärfende Maßnahmen zu ergreifen, also meist die Geschwindigkeit stark reduzieren. Auch die Fehlererkennung können Sie trainieren. Bei Unklarheit der Verkehrsabläufe sollten Sie nach folgender Maxime handeln: Reagiere schnell, sehr schnell, entschlossen und für andere berechenbar!

Nicht über die anderen ärgern

Im heutigen Verkehrsgeschehen sind gegenseitige Störungen und Behinderungen unvermeidbar. Die wenigsten Verkehrsteilnehmer haben schlechte Absichten, wenn sie andere stören oder behindern. Gelegentlich stellen sie sich einfach nur ungeschickt an. Ärgern Sie sich also nicht über diese Fahrer. Nehmen Sie sie als Realität wahr und überlegen Sie sich, wie Sie in Zukunft solchen Störungen entgehen können.

Für eine ungetrübte Freude am Motorradfahren sollten Sie Ihre bevorzugten Strecken möglichst nur in jenen Zeiträumen befahren, in denen dort keine Rush-Hour herrscht.

Abstand halten

Ausreichend Abstand zu halten, hat nur Vorteile. Abgesehen von dem vornehm-distanzierten Charakter der Zurückhaltung können Sie bei ausreichendem Abstand zu vorausfahrenden Fahrzeugen gelassener und überlegter reagieren. Sie bewahren den Überblick und können die Ausweichmöglichkeiten nutzen. Halten Sie also Abstand und bewahren Sie sich so die Möglichkeiten, Unfälle zu vermeiden oder Situationen zu entschärfen. Suchen Sie dazu Raum und Platz im Verkehrsgeschehen.

Die Fahrlinie

Die schlimmsten Unfälle sind Kollisionen mit entgegenkommenden Fahrzeugen. Da das Ausweichen mit dem Motorrad nicht so einfach abläuft, wie die meisten Nicht-Biker es sich vorstellen, sollten Sie wenn immer möglich einen großen Abstand zum Gegenverkehr einhalten. Besonders bei schräger Fahrt in Linkskurven brauchen auch die Motorradfahrer viel Platz.

Wählen Sie die Fahrlinie auf Ihrem Fahrstreifen möglichst rechts, vor allem in Linkskurven. Nur Rechtskurven werden links angefahren.

Und sonst ...

Nutzen Sie zum Schnellfahren eine abgesperrte Rennstrecke. Bei einem Rennstrecken-Training herrschen beste Trainingsmöglichkeiten unter Anleitung.

Gerade das Langsamfahren sollte immer wieder spielerisch geübt werden. Das ist ohne großen Aufwand und Platzbedarf möglich. Das Langsamfahren vermittelt ein feines Gefühl für die Bedienung der Maschine und ihre Stabilisierung.

Regen und Kälte sind ohnehin keine Freunde des Motorradfahrers. Damit einher gehen die erschwerten Sicht- und Fahrbedingungen. Vielfach sind die Bedenken vor dem schlechten Wetter allerdings größer als das schlechte Wetter selbst. Ein weicher, fließender Fahrstil kann helfen, auch dieser unangenehmen Situation noch etwas Gutes abzugewinnen. Wichtig: Helm und Kleidung müssen Regen und Kälte trotzen.


ADAC Newsletter
vom 18.07.2019

Sitzhöhe:
Welches Motorrad für welche Beinlänge?

Kleine Menschen haben es nicht leicht bei der Wahl des richtigen Bikes – Riesen ebenso wenig. Der ADAC hat für Sie die Sitzhöhen von 450 Modellen aller wichtigen Fabrikate zusammengestellt.
Gute Bodenhaftung ist auf dem Motorrad nicht nur beim Fahren wichtig, sondern beim Anhalten ebenso. Dann gilt es, beide Füße stabil auf die Erde zu bekommen, denn wie schnell die Fuhre umfallen kann, hat jeder Biker irgendwann schon mal erlebt. Gerade kleinere Menschen müssen deshalb auf die richtige Sitzhöhe achten, sonst wird jeder Stopp an der Ampel oder im Stau zur Zitterpartie.
Kurze Beine erschweren zudem das Rangieren sowie das Auf- und Absteigen. Große Menschen wiederum müssen aufpassen, dass sie sich auf dem Bike nicht so unbequem zusammenfalten müssen, dass der Körper schon nach wenigen Kilometern rebelliert.
Die Sitzhöhen aktueller Maschinen variieren ohne Besatzung zwischen 60 und gut 95 cm. Für die meisten Maschinen liegen die Werte zwischen 75 und 85 cm. Im Fahrbetrieb reduzieren sich diese Höhen natürlich je nach Beladung und Fahrwerkseinstellung. Letztlich können nur ausgiebiges Probesitzen und Probefahren Aufschluss geben, ob das gewünschte Modell tatsächlich passt. Denn außer der gemessenen Sitzhöhe entscheidet auch die Form der Sitzbank über den Bodenkontakt im Stehen. Grundsätzlich gilt: Auf dem mit Fahrer besetzten Motorrad müssen beide Füße bis zur Ferse sicheren Stand auf dem Untergrund haben.
Um bis zu 35 cm unterscheiden sich die Sitzhöhen gängiger Motorräder
Umbau dem Profi überlassen !
Manchmal reicht für eine korrekte Sitzhöhe schon ein Abpolstern der vorhandenen Sitzbank, was allerdings auf Kosten des Komforts gehen kann. Deshalb schauen: Für die meisten Motorradmodelle mit hoher Sitzposition bieten die Hersteller und der Zubehörhandel besondere Sitzbänke oder Tieferlegungs-Kits an. Bei letzteren kommen natürlich nur solche in Frage, die über eine ABE oder ein Gutachten verfügen.
Bei der Auswahl und der Montage sollte unbedingt ein kundiger Fachmann bzw. eine Werkstatt hinzugezogen werden – idealerweise schon vor dem Kauf der Maschine, da diese Umrüstungen auch Einfluss auf die Fahrwerksgeometrie und damit auf das Fahrverhalten haben können. Außerdem stellt der Umbau durch den Profi sicher, dass die Federungssysteme möglichst wenig eingeschränkt werden und alle beweglichen Teile stets freigängig sind.

Hier gibt es Tieferlegungs-Kits
Nicht selten muss nach der Montage des Tieferlegungs-Kits auch der Seitenständer gekürzt werden. Spätestens dann geht's nicht mehr ohne eine gute Werkstatt. Außerdem bitte beachten: Nach jeder Änderung der Fahrzeuggeometrie müssen auch die Scheinwerfer neu eingestellt werden.
Nachfolgend einige Anbieter von Tieferlegungs-Kits (die Nennung der Marken ist keine Empfehlung oder Werbung für diese Produkte und gilt ohne Anspruch auf Vollständigkeit und Korrektheit, Links können sich ändern):
·         alpha Technik*
·         Wilbers Products*
·         TRW*
·         VH Motorradtechnik*
·         Louis*
·         Polo*
·         Touratech*


Ein Bericht vom ADAC !

vom 03.06.19


Wie alt darf ein neuer Reifen sein?

Wer einen Neureifen kauft, erhält oft Exemplare mit einem älteren Produktionsdatum. Doch wie weit darf das zurückliegen? Und muss man das akzeptieren? Denn auch Reifen altern und verlieren Leistung.
Oft sind Neureifen bis zum Verkauf schon etwas länger eingelagert
• Es gibt keine gesetzlichen Vorschriften zum Reifenalter
• Aber: Neureifen sollten nicht älter als zwei Jahre sein
• ADAC-Test zeigt: Alterung verändert die technischen Eigenschaften

Wer ein neues Produkt kauft, geht davon aus, dass es "zeitnah" hergestellt wurde. Doch bei Reifen ist das nicht immer der Fall: Die Vielzahl der Reifendimensionen und -spezifikationen zwingt die Hersteller und den Handel zu rationeller Fertigung und Lagerhaltung. Und das hat zur Folge, dass auch gut abgelagerte Reifen über den Tresen gehen. Muss man das akzeptieren? Wie weit darf das Produktionsdatum zurückliegen? Und werden Reifen im Lauf der Zeit schlechter?











So erkennen Sie das Reifenalter
DOT 2205: Produziert in der 22. KW 2005
Eine gesetzliche Grundlage zum Alter von Reifen gibt es nicht – weder für den Neukauf noch in puncto Dauerhaltbarkeit. Der Gesetzgeber in Deutschland und Europa regelt lediglich die Mindestprofiltiefe (1,6 mm).
Wann ein Reifen hergestellt wurde, erkennt der Autofahrer auf der Reifenflanke: Das Alter ist mehrheitlich nur an einer Seitenwand des Reifens als vierstellige Ziffernfolge meist in der DOT-Nummer eingeprägt. Die vollständige DOT-Nummer besteht aus drei Blöcken mit jeweils vier Zeichen. Für das Herstellungsdatum relevant ist der dritte Ziffernblock. Er steht meist etwas abgesetzt in einem Oval. Die ersten zwei Ziffern stehen für die Produktionswoche, die letzten zwei für das Herstellungsjahr. In unserem Bild bedeutet die Ziffernfolge 2205: 22. Produktionswoche im Jahr 2005.
Der Reifen wäre vor 14 Jahren hergestellt – und damit selbst als unbenutzter Reifen eindeutig zu alt. Denn Tatsache ist: Frischer Gummi greift am besten. Und Untersuchungen des ADAC mit ungenutzten Neureifen unterschiedlichen Alters haben gezeigt, dass sich die technischen Eigenschaften über die Jahre negativ verändern können.

Denn Reifen altern aufgrund physikalischer und chemischer Prozesse beispielsweise durch Witterungseinflüsse wie UV-Licht, Feuchtigkeit sowie extrem hohe oder niedrige Temperaturen. Besonders schädlich ist auch z.B. ozonhaltige Atmosphäre. Sowohl Elastizität als auch Haftfähigkeit des Reifens verändert sich – und das gilt genauso für nicht oder wenig benutzte Reifen.
Deshalb ist es wichtig, beim Neukauf darauf zu achten, dass die Reifen möglichst jung sind. Natürlich kann es vorkommen, dass ein Reifen nicht erst in den letzten Monaten hergestellt wurde. Doch älter als zwei Jahre sollte kein Neureifen sein – darauf können Sie schon bei der Auftragsvergabe hinweisen.

BRV: "Drei Jahre alte Reifen sind fabrikneu"

Dass Reifen öfter mal länger lagern, begründet der Reifenhandel damit, dass nur so die Verfügbarkeit der Reifen für den Autofahrer sichergestellt werden kann. Denn der Markt ist aufgrund der Vielfalt bei den Reifengrößen, den unterschiedlichen Varianten und Spezifikationen sehr komplex.
Und die Reifenhersteller argumentieren, dass nur eine Produktion in hohen Stückzahlen eine wirtschaftliche Fertigung ermöglicht, was sich dann positiv auf den Preis auswirkt.
Eine allgemein gültige Rechtsvorschrift zum Reifenalter existiert allerdings nicht. Obwohl es sich um sicherheitsrelevante Fahrzeugteile handelt, sucht der Verbraucher ein Mindesthaltbarkeitsdatum wie bei Lebens- oder Arzneimittel auf Reifen vergebens.
Der Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk e.V. (BRV) kann deshalb Neureifen für seine Klientel besonders freundlich definieren: "Unter der Voraussetzung einer sach- und fachgerechten Lagerung gilt ein Reifen bis zu einem Alter von 3 Jahren als fabrikneu und bis zu maximal 5 Jahren als neu. Bei ungebrauchten Reifen, die nicht älter als 5 Jahre sind, sind Kauf und Montage technisch unbedenklich. Allerdings haben sie dann nur eine begrenzte Nutzungsdauer." Der Verband empfiehlt, Reifen nach zehn Jahren durch neue zu ersetzen.

Ihr Problem als Reifenkäufer: Wissen Sie, ob der Reifen tatsächlich "sach- und fachgerecht" gelagert wurde?
Unser Tipp: Gehen Sie also schon bei der Auftragserteilung mit der 2-Jahres-Vorgabe auf Nummer sicher und lassen Sie das maximale Reifenalter von zwei Jahren verbindlich festhalten.

Wann sollten die Reifen runter vom Auto?

Im Rahmen einer ADAC Untersuchung wurden je fünf Sommer- und Winterreifen, frisch produziert, mit ihren drei Jahre alten unbenutzten Gegenstücken verglichen, die quasi im Lager alt werden durften. Die Testingenieure prüften das Bremsverhalten auf Nässe, den Rollwiderstand sowie (Winterreifen) das Verhalten auf Schnee. Hierbei zeigte sich, dass sich die technischen Eigenschaften im Laufe der Jahre negativ verändern können – das gilt natürlich auch für Reifen, die im täglichen Alltagsbetrieb fahren, und insbesondere für den Grip von Winterreifen.
Hintergrund: Die Gummimischung des Reifens härtet über die Zeit aus, was vor allem Grip und Bremsweg bei Nässe verschlechtert. Das wurde bei Winterreifen besonders deutlich, weil die auch bei tiefen Temperaturen "weich" bleiben müssen. Sie büßen bereits ab ca. sechs Jahren einen Teil ihrer Wintereigenschaften ein, weshalb wir von einer Nutzung von Winterreifen, die älter als acht Jahre sind, abraten. Sommerreifen sollten nicht älter als acht bis zehn Jahre sein.

Zehn Jahre sind genug

Pkw-Reifen sollten generell nur bis zu einem Alter von zehn Jahren genutzt werden. Besonders bei Fahrzeugen, die regelmäßig auf Winterreifen umgerüstet werden, bei Zweitwagen mit niedriger
Jahresfahrleistung und auch bei Liebhaberfahrzeugen bzw. Fahrzeugen mit Saisonkennzeichen müssen die Reifen dann oft nicht wegen des Verschleißes, sondern einfach aus Altersgründen ersetzt werden.
Probleme kann es geben, wenn ein kaputter Reifen ersetzt werden muss. Für einen beispielsweise sieben Jahre alten, defekten Reifen ist es schwierig, einen "passenden" Ersatz, also einen baugleichen Reifen zu bekommen. Dann müssen gleich zwei neue Reifen gekauft werden. Denn der ADAC empfiehlt aus Sicherheitsgründen dringend, mindestens auf einer Achse gleiche Reifen zu fahren!
Eine spezielle gesetzliche Vorgabe zum Thema Reifenalter gibt es übrigens doch: Reifen für Anhänger und Wohnwagen, die bis 100 km/h zugelassen sind, müssen ab einem Alter von 6 Jahren ersetzt werden.

Ein Alptraum für jeden Biker !

Was war Passiert?
Wir waren wieder einmal auf Tour in Frankreich. Sonntag, 9:00Uhr. Der Himmel ist Blau, die Sonne scheint, die Wing ist gepackt, der Tank ist voll und ........der Hinterreifen ist platt.                Das war der Grund

.........und das ist ein Alptraum!!!!
Dieses Werkzeug sollte jeder dabei haben.
so sieht der Reifen nach der Reparatur von innen aus.

Ich habe dieses Reparatur Kit immer in meiner Wing.

Nach 20 Minuten waren wir wieder Startklar. Es lagen noch 630 Km vor uns, die wir ohne weitere Probleme gefahren sind.

Die Anleitung zeigt,wie einfach und schnell ich meinen Reifen repariert habe. Das kannst Du auch, aber nur mit dem richtigen Werkzeug in Deiner Goldwing.
GL 1500: Lichtmaschine kaputt – was nun ?

Viele haben es schon erlebt und Einige werden es noch erleben. Man fährt genüsslich durch die Gegend und dann wie aus heiterem Himmel - Motor aus – was ist das – was ist los ? Man versucht zu starten – aber kein „Saft“ mehr da! ADAC anrufen. Der stellt schnell fest, LiMa kaputt. Also abschleppen.

Dass die Lichtmaschine der 1500er immer wieder Probleme macht, ist ja mittlerweile hinreichend bekannt. Meistens so ab 80TKM. Aber was kann man tun, um nicht plötzlich liegen zu bleiben ? Nun, da die 15er keine Ladeanzeige hat, sollte man einen Voltmeter einbauen, der immer über die Ladeleistung informiert.
Den Voltmeter immer im Auge behalten. Die Ladeleistung sollte immer zw. 13,5 und 14 V liegen.
Sackt diese auf 12 V und darunter während der Fahrt ab, dann ist es passiert. LiMA kaputt.

In dem Fall sofort stehen bleiben. Motor abschalten. Alle Stromverbraucher abschalten. Wenn man keinen Schalter für Standlicht, Hauptscheinwerfer hat, dann die Sicherung ziehen. Auch die Sicherung für die hintere Beleuchtung ziehen. Aber Achtung: Diese erst ziehen, wenn der Motor wieder läuft – denn einige Ausführungen wie z.B. das US-Modell springen nicht an, wenn die hintere Beleuchtung nicht funktioniert! Jetzt sollte es schnell gehen, gleich losfahren, dann kommt man noch je nach Zustand der Batterie ziemlich weit (30 – 40 KM und mehr).  Auch während der Fahrt keine Stromverbraucher einschalten (Blinker, Intercom...).
Die Sicherungen befinden sich links hinter der Seitenabdeckung unterm Sitz.

Tipp: Wenn man in einer Gruppe fährt, sollte einer eine Ersatzlima mitführen, wenn vorhanden bzw. die defekte Wing in die Mitte genommen werden (wegen fehlender Beleuchtung).

Häufigste Defekte:
 Wicklung / Rotor (Neu kaufen oder Instand setzen)
 Kohlen abgenutzt (neue Kohlen kosten wenige €)

LiMa-Instandsetzung:  

http://www.ebay.de/itm/Angebot-fur-REPARATUR-Lichtmaschine-Goldwing-GL-1500-/330694561011?pt=KFZ_Services_Reparaturen&hash=item4cfeee8cf3




GL 1500: Kurbelgehäuse entlüften
Fahrer der 15er sollten immer daran denken, einmal pro Saison das Kurbelgehäuse zu entlüften. Dazu muss der linke Deckel der Motorverkleidung entfernt werden und die Stopfen der beiden Schläuche (Bild) entfernt werden. Aber einen kleinen Auffangbehälter drunter halten, da ein Wasser-Ölgemisch auslaufen kann. Dann die Stopfen wieder einsetzen und mit der Sicherung sichern - fertig.

GL1800/2005:  18500 Meilen/neue Batterie/neue Lichtmaschine.
Problem: Während der Fahrt flackert die Cruise Control - und die ABS Anzeige und der Motor geht aus.
Zuhause startet die Maschine ohne Probleme und die Batteriespannung zeigt 13,5V und steigt im Leerlauf auf 14,5V. Bei den nächsten Ausfahrten schwankt die Batteriespannung ständig zwischen 11,6V und 14,5V.
Ursache: Der Fehler kann in dem Stromkreis liegen, ein Gelb/Scharz-Kabel am Stecker der Lichtmaschine, der durch die Sicherung #19 geschützt ist. Über die Sicherung #19 wird das Cruise Control System, seine Anzeige und die Notausschaltung kontrolliert. Es kann sein, dass die Sicherung keinen festen Kontakt hat, oder defekt ist. Ein anderer Grund kann sein, dass ein Kabel, welches verdeckt im rechten Lenkerteil verläuft, einen Kurzschluss hat oder durch eine Schraube der Abdeckung beschädigt wurde.

GL 1500: Radio Memory-Taste funktioniert nicht mehr
Über die Memory-Taste werden die Radiosender gespeichert. Jedesmal beim Neustarten oder Zündung einschalten der GoldWing sind die Sender wieder weg. Nein, das Radio ist i. d. R. nicht defekt.
Schuld hieran ist i.d.R. die durchgebrannte 5 Amp-Sicherung, die sich auf der linken Seite in der Sicherungsbox befindet. Es ist die Sicherung Nr. 9, die 3. von unten.
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